Server-Pflege

In die dritte Kategorie der zu pflegenden Softwarestände gehören die sogenannten Software-Bibliotheken und Datenbank-Systeme. Diese neigen besonders gerne dazu, schnell zu wachsen und sich eine Menge unnützen Speck anzufressen. Hier nimmt die Server-Pflege die Rolle eines Fitness Coaches ein, um „performant“, also schlank und beweglich zu bleiben.

3. Gesicherte Geschäftsanwendungen

Mal ehrlich, ohne Internet könnten Sie auch im Unternehmen nicht mehr leben, oder? Etliche Online Geschäftsanwendungen übernehmen wichtige Schlüsselaufgaben. Die Funktionstüchtigkeit der Serversysteme „dahinter“ bestimmt daher Ihren Arbeitsalltag. Und jetzt stellen Sie sich vor, wie eine fehlerhafte Software oder ein vollgemüllter Server Ihren Geschäftsverkehr zum Erliegen bringt.

So schädigt zum Beispiel eine nicht mehr sichtbare oder zu langsame WebSite das Unternehmens-Image, denn wartende und enttäuschte Seitenbesucher wenden sich schnell ab. Ein Shop im Offline-Status bringt Ihnen garantiert Verluste ein. Und eine fehlende E-Mail-Kommunikation setzt der Katastrophe noch die Krone auf. Das halten Sie für ein Horrorszenario? Da müssen wir Sie leider enttäuschen.

Ein Beispiel aus der Praxis gefällig?

Wenn Sie die Minimalanforderungen der Server-Pflege ignorieren, werden Sie ohne Vorwarnung einen vergleichbaren Prozess durchleben, wie wir ihn in der Praxis öfter sehen. Ihrer WebSite soll eine neue, wichtige Funktion hinzugefügt werden. Dabei fällt Ihnen auf, dass eigentlich ein Update des Content Management Systems nötig wäre. Daraufhin stellt Ihre Agentur oder der eigene Web-Entwickler fest, dass das CMS-Update eine neue PHP-Version für die Datenbank voraussetzt. Sie beauftragen daraufhin jemanden, die Updates durchzuführen. Und anschließend erfahren Sie, dass die Updates mit der laufenden Betriebssystem-Version gar nicht möglich sind oder sehr viel Aufwand bedeuten.

Sie erleben also eine beeindruckende Kette mit Abhängigkeiten, von deren Existenz Sie vorher nichts wussten. Und die Chance, dass dabei etwas nachhaltig schief geht, folgt Muphys Gesetz. Denn die verschiedenen Updates erfordern eine genaue Kenntnis der Abhängigkeiten. Bei Versagen ist der Weg in die Katastrophe klar vorgezeichnet. Und weil jeder Administrator genau davor riesigen Respekt hat, werden in letzter Konsequenz wünschenswerte oder notwendige Veränderungen meistens viel zu spät oder gar nicht in Angriff genommen. Und dann muss es irgendwann erfahrungsgemäß plötzlich sehr schnell gehen.

Welche Vorsorge-Maßnahmen sind notwendig?

Wie Sie gesehen haben, sollte die kontinuierliche Server-Pflege ganz oben auf Ihrer Vorsorge-Liste stehen. Denn nur so können Sie entspannt einen dauerhaften und stabilen Server-Betrieb erreichen. Und dabei brauchen Sie eigentlich nur zwei Dinge konsequent umzusetzen:

  1. ein permanentes Patch-Management, das heisst, sämtliche Software-Aktualisierungen werden genau betrachtet und in ihren Auswirkungen bewertet. Damit verpassen Sie nie wieder wichtige Security-Patches, welche schnellst möglich durchgeführt werden sollten.
  2. ein intelligentes Backup-Management, welches Ihnen die nötige Sicherheit bringt, dass Sie nach einer eventuellen Update-Panne trotzdem weiter arbeiten können.

So einfach ist es also, hier unnötigen Stress zu vermeiden.

Wie werden Software-Updates geplant?

Wir unterscheiden zwei Kategorien von Software-Updates: Security-Patches und allgemeine Software-Updates. Letztere können Sie erfahrungsgemäß gut planen und koordinieren, denn hier können Sie eine automatisierte Überwachung einsetzen, welche die Veröffentlichung von Software-Updates ankündigt. Daraus kann Ihr Admin dann einen Patchplan erstellen oder Sie beauftragen Ihren Server-Betreiber damit.