Backup – die Kombination machts

Serveradministrator vergewissert sich persönlich der Betriebsbereitschaft.

Beim Thema Backup streiten sich die Geister: zwischen „das machen wir mit ´ner USB-Platte“, „liegt in der Cloud“ und „dreimal täglich und das mit sieben Generationen“ hört man da so manches. Eines steht fest: das ideale Backup gibt es nicht. So unterschiedlich, wie die Unternehmensstrukturen, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an ein sinnvolles Backup/Restore-System. Und damit haben wir auch schon den meiner Meinung nach wichtigsten Teil angesprochen: das Restore, also das Wiederherstellen.

Backup-Problemstellungen

Je nachdem, welches Problem abgesichert werden soll, sollten auch entsprechende Sicherungs-Maßnahmen eingesetzt werden. In der Folge beschreibe ich also zunächst die möglichen Probleme.

  1. Daten gehen verloren
    Dies kann passieren, wenn ein Rechner (Server oder PC) nicht mehr zur Verfügung steht und die darauf gespeicherten Daten verloren sind (Rechner gestohlen, defekt, o.ä.). Der Rechner muss ersetzt werden, das Betriebssystem und verwendete Software neu aufgespielt und auf den zuletzt verwendeten Stand gebracht werden. Und die Arbeitsdaten (Dokumente, Datenbanken etc.) müssen wiederhergestellt werden.
  2. Daten gehen verloren
    Dies kann auch eintreten, wenn nur Datenträger mit Arbeitsdaten ersetzt werden müssen.
  3. Daten sind zwar noch vorhanden, jedoch nicht im zuletzt verwendeten Zustand.
  4. Datenbank-basierte Daten sind entweder verloren, oder nicht im aktuellen Zustand.

Backup-Lösungsansätze

Wie schon erwähnt, gibt es verschiedene Methoden, um sich gegen Datenverlust abzusichern. Die wichtigsten werden nun beschrieben.

  1. Regelmässiges Sichern von Rechnern im Image-Verfahren.
    Dabei werden die im Rechner verbauten Datenträger im 1:1-Verfahren auf anderen Datenträgern entweder als sofort einsetzbare Kopie oder als Archiv-Dateien gesichert. Das Ziel hierbei ist, einen Rechner inclusive sämtlicher Betriebs-System- und sonstiger Daten und Einstellungen zu sichern.
    Dies erspart bei Ausfall eines Rechners stunden- oder tagelange Konfigurationsarbeiten und eignet sich ideal für Arbeitsplatz-PC oder Windows-basierte Server.
    Die Sicherung kann als Vollsicherung oder inkrementell/differentiell erfolgen, sollte in jedem Fall regelmässig automatisch durchgeführt werden.
    Beim Wiederherstellen ist das Ergebnis ein Rechner, der identisch eingerichtet und konfiguriert ist, wie das Original zum Zeitpunkt der letzten Sicherung.
  2. Regelmässiges Kopieren von Arbeitsdaten
    Dabei werden einfach Kopien der Arbeitsdaten auf anderen Datenträgern angelegt. Während die Sicherung läuft, sollten die zu sichernden Dateien geschlossen, also nicht verwendet werden. Speziell für Datenbank-Daten gibt es hierfür spezielle Werkzeuge und Verfahren.
    Das Verfahren sollte regelmässig und automatisch angewendet werden. Es können/sollten mehrere Generationen angelegt werden. Auch hierbei können Vollsicherungen oder inkrementelle/differentielle Sicherungen angelegt werden.

In der Regel ist ein sinnvolles Backup eine Kombination aus den verschiedenen Ansätzen. Bei der Festlegung sollte der wichtigste Teil bedacht werden und das ist die Wiederherstellung. Vollständig & schnell sollte der Wiederherstellungs-Prozess sein.
Wie das realisiert wird, hängt von vielen Kriterien ab:

  1. Betriebsystem
    Bei Windows oder IOS sind andere Verfahren sinnvoll als bei Linux-basierten Systemen.
  2. Wie oft ändern sich wie viele Daten?
    Wenn lediglich wenige Dateien vorwiegend hinzukommen, gelten andere Regeln, als wenn viele Daten sich ändern.
  3. Wie  lange kann das Unternehmen ohne seine Daten arbeiten/überleben?
    Die Zeit zwischen Erkenntnis des Problemes und Wiederherstellung ist ein zentraler Punkt bei der Konfiguration.

Wie bereits gesagt, gibt es keine ideale Lösung, die immer greift. Wie wir bei der BB-ONE.net im DataCenter mit dem Thema umgehen, zeigt ein anderer Artikel zum Thema Datensicherung im DataCenter.