Die 11 häufigsten Fehler bei der Suche von Domain-Namen vermeiden

11 Regeln: Der richtige Domainname
11 Regeln: Der richtige Domainname

Wenn „früher“ jemand ein Unternehmen gründen wollte, waren wahrscheinlich dies die wichtigsten Fragen:

  1. Verstehe ich genügend von dem Produkt/der Dienstleistung, die ich anbieten will?
  2. Wie sieht der Markt aus: Bedarf, Zielgruppen/Kunden, Wettbewerb?
  3. Habe ich das Geld für den Start und die Zeit danach?
  4. Wie soll mein Unternehmen/Produkt heißen?

Es reichte also, wenn man ganz zum Schluss nach Namen für Unternehmen und Produkte gesucht hat. Das ist heute ganz anders. Die Frage nach dem (Domain-)Namen im Kontext der Web-Sichtbarkeit ist stark in den Vordergrund gerückt. Wenigstens ist dies bei allen Neugründungen so, die ihren Markt im wesentlichen online erreichen wollen. Dass dabei viele Fehler passieren können, wurde mehrfach bewiesen.

Welche Fehler das sind und wie man sie vermeiden kann, soll in diesem kurzen Ratgeber gezeigt werden.

Merkbarkeit des Domain-Namen

Die Anfangsbuchstaben der Vornamen der fünf Firmengründer haben sicherlich ihre Bedeutung und einen charmanten Charakter als Bezeichnung für eine Arbeitsgruppe. Die „Merkbarkeit“ eines Namens oder einer Domain wie bkatr ist allerdings nicht besonders hoch. Also auch nicht geeignet für einen Firmennamen bzw. eine Domain.

Regel 1: Den idealen Domain-Namen kann man sich gut merken.

Silben-Anzahl des Domain-Namen

Die Anzahl der Silben im Domain- oder Firmen-Namen hat eine gewisse Bedeutung. Soll das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung den „State-of-the-Art“-Charakter anstreben, dann versucht man das erreichen, indem man aus dem Firmennamen ein Verb macht. So wird aus Google, der Suchmaschine, „googeln“ als Synonym für „suchen“. Oder aus dem Verlinken mit Facebook das „Facebooken“. Dies ist besonders im englisch-sprachigen Bereich üblich. Bindestriche oder Sonderzeichen sind dabei eher störend.

Regel 2: Die ideale Domain sollte zwei Silben haben, weil das „ver-verben“ dann problemlos funktionieren kann.

Think global!

Auch wenn das neue Unternehmen zunächst einmal nur den deutschen Markt ansprechen soll, ist die Kompatibilität mit ausser-deutschen Sprachräumen wichtig.

Erstens könnte ja später eine Erweiterung in Richtung internationaler Markt anstehen. Und: die WebSite ist in jedem Fall international sichtbar. Ein missverständlicher Name kann sich dann sehr schnell zu einem Hemmnis entwickeln. Ein Shitstorm via Social Media ist dann noch die kleinste Problematik.

Regel 3: Der ideale Domain-Name funktioniert auch international.

Erweiterungen einplanen!

Ein Domain-Name wie „feuchtigkeits-bekämpfung“ ist sicherlich gut für die Fokussierung auf ein Thema im Sinne von Suchmaschinen-Optimierung. Doch wissen Sie, ob sich der Geschäftsinhalt nicht einmal erweitern oder sonstwie verändern wird? Für eine Satelliten-Site ist der Name ganz hervorragend. Nicht jedoch für die Firmen-WebSite.

Regel 4: Die zentrale Domain sollte Erweiterungen des Geschäftsfeldes zulassen.

Verfügbarkeit in Social Media?

Da heute, bis auf wenige Ausnahmen die meisten Unternehmungen von einem Engagement in Social Media profitieren können, ist natürlich die Verfügbarkeit des geplanten Namens in den wichtigsten Plattformen wichtig. Hierbei kann es leicht zu Verwirrungen kommen, wenn plötzlich unter dem eigenen Namen in einer SM-Plattform ein ganz anderes Unternehmen gefunden wird.

Regel 5: Verfügbarkeit in Social-Media-Plattformen prüfen!

Neue Top-Level-Domains

Die „alten“ Adressräume wie .de, .com etc. sind längst abgegrast und bieten nur noch in den seltensten Fällen freie und passende Namen. Die „neuen“ Top-Level-Domains wie .berlin, .hotel oder .services bieten dabei willkommene Alternativen. Die Verwendung dieser zusätzlichen Adress-Räume wird unter den Experten heftig umstritten. Diese aktiv zu nutzen, anstatt schlechte Kompromisse mit dem Firmen- und Domain-Namen einzugehen, ist auf jeden Fall die bessere Wahl. Allerdings ist hier fachkundige Beratung bei der Wahl der richtigen TLDs gefordert.

Regel 6: Neue TLD nutzen!

Phrase statt Aussage?

Non-Sense-Begriffe sind, bis auf seltene Ausnahmen, sehr schwer zu merken. Und selten steht genügend Kapital bereit, um daraus eine bekannte Marke zu machen. Zalando hätte sich niemand gemerkt, hätte nicht die immense PR-Macht von Rocket Internet über Jahre viele Millionen ins das Marketing stecken können. Der neue Name sollte leicht zu merken sein, idealerweise bereits Inhalte vermitteln.

Regel 7: Aussagekräftige Namen wählen.

Das ganz andere … Domain-Namen

Der Name muss schreibbar und sprechbar sein, ohne Missverständnisse oder ungewollte Verstümmelungen. Zweideutigkeiten schaden nicht nur der Auffindbarkeit, sondern spielen auch noch böswilligen Wettbewerbern oder Spassvögeln in die Hände.

Regel 8: Der ideale Name ist unmissverständlich, leicht richtig zu sprechen und zu schreiben.

Der eigene Name

Natürlich ist der eigene Name wichtig. Aber der FIRMEN-NAME hat überwiegend Bedeutung in der Aussenwirkung, also auch im Marketing. Nur wenn die Dienstleistung oder das Produkt untrennbar verknüpft ist mit dem eigenen Namen, sollte dieser im Firmen- und Domain-Namen auftauchen.

Regel 9: Der eigene Name hat im Firmen-Namen nichts verloren.

Die Länge zählt

Je mehr Platz vorhanden ist, desto mehr kann darin untergebracht werden. Schimmel-Beseitigungs-Unternehmen-in-Berlin-GmbH ist solch ein, leicht übertriebenes Beispiel. Bis auf die Gesellschaftsform sind das alles wichtige Informationen für den potentiellen Interessenten. Dennoch ist so ein Firmen- oder Domain-Name nicht handhabbar.

Regel 10: Der ideale Domain-Name ist kurz und knackig.

Frei … und doch BESETZT!

Inzwischen haben sich internationales Markenrecht und Domainrecht aneinander angepasst. Wer bis vor wenigen Jahren bei der Domainregistrierung noch mit „wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ markenrechtlich durchkam, kann sich heute nicht mehr darauf verlassen, dass eine freie Domain auch tatsächlich zur Verfügung steht. Bevor Sie also in Ihren Web-Auftritt und den neuen zentralen Domain-Namen Geld und Zeit investieren, um dann einen noch teureren Liebesbrief von einem Marken-Rechtsanwalt zu erhalten, sollten Sie vorher eine sorgfältige Recherche zur Markenrecht-Situation Ihres Wunsch Domain-Namen durchführen. So ersparen Sie sich viel Ärger, Zeit und Geld.

Regel 11: Sorgfältigen Check der internationalen Markenrechte durchführen.

Praxis-Trend: Domain-Recycling

Immer häufiger werden echte Premium-Domains wegen Geschäftsaufgabe (Insolvenz) oder zwecks Konsoldierung von sogenannten Domain-Portfolien wieder freigegeben, so dass sich ein vitaler Markt für Domain-Recycling entwickelt hat. Diese Domains mit Vorgeschichte haben einen unschlagbaren Vorteil: Sie sind im Netzwerk des Online-Marketing etabliert und rechtlich abgesichert, d.h. der neuer Inhaber kann von der jahrelangen Arbeit des Vorbesitzers profitieren. BB-ONE.net bereitet derzeit einen Domainshop für Premium-Domains vor, welcher in kürze offiziell online gehen und genau diesen Trend mit aufgreifen wird.

Beratung sinnvoll

Die optimale Wahl eines Domain-Namens ist von großer strategischer Bedeutung. Kreativität ist gefragt, aber auch ein umfassendes fachliches Wissen zu Online-Marketingthemen wie Internationalität, Sprach-Kompatibiltät, Suchmaschinen-Tauglichkeit und passenden Top-Level-Domains und zu markenrechtlichen Fragen.  Auch landjährige Erfahrungen aus der Domainpraxis, wie sie zum Beispiel die Fachleute vom Domain-Hotel zur Verfügung stellen, können Ihnen bei allen Fragen zur optimalen Namenswahl weiterhelfen.