Neue Gebühren für BERLIN-Domains

Bericht über Gebühren für Berlin-Domains und die TLD .berlin-Domains
Die seit 2014 registierbare neue Top Level Hauptstadt Domain .berlin bietet viele Perspektiven.

Normaler Weise senken die Registries ihre Preise für Domainservices nach einiger Zeit, nämlich immer dann, wenn der Boom vorbei ist. Aber bei den neuen Gebühren für Berlin-Domains gelten anscheinend andere Regeln,  denn die dotBerlin GmbH hebt die Preise für die Hauptstadtadresse per 1. März 2017 an. Und daher sind auch die Internet Service Provider dazu gezwungen, ihre Kalkulation anzupassen.

Höhere Domainkosten: Fehleinschätzung oder Kalkül?

Mit den Erfahrungen im alltäglichen Domainbetrieb wächst die Wirtschaftlichkeit, und der Domainbestand nimmt kontinuierlich zu. So sollte es jedenfalls sein. Wie wir aus der Vergangenheit wissen, arbeitet die dotBerlin GmbH gerne antizyklisch, das heisst, gegen den allgemeinen Trend. Dies können gerne noch mal im Beitrag „Die Hauptstadt- Domain 2 Jahre nach Einführung“ nachlesen.

Nach der Verschenk-Aktion im Sommer 2014, bei welcher der Domain-Bestand kurzfristig die 150.000 Marke überstieg, pendelt sich dieser inzwischen bei ca. 60 tausend Domains ein, Tendenz leicht steigend. Das ist erstaunlich gut, wenn man die Entwicklung von „.berlin“ mit „.paris“oder „.newyork“ vergleicht. Nur „.london“ oder „.tokyo“ können da noch mithalten. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, können Sie die Statistiken hierzu z. B. bei namestat.org anfragen.

Nun kann es genau zwei Gründe für die unübliche Preiserhöhung geben. Entweder arbeitet dotBERLIN als Registry nicht wirtschaftlich, was wir nicht hoffen wollen, oder die Attraktivität der Domain soll sich im Preis widerspiegeln. Das wäre ein gutes Signal für alle Inhaber von guten Domains der ersten Stunde.

Aufstocken, Halten oder Abgeben?

Daher denken Sie genau nach, ob Sie sich allzu leichtfertig von guten Domains trennen wollen. Denn Wettbewerber wie Domain-Grabber lauern weiterhin auf gute Domains und werden ihre zweite Chance nutzen. Lassen Sie sich nicht einfach Ihren virtuellen Standort-Vorteil im Internet abjagen. Prüfen Sie lieber, was sich für Sie am meisten lohnt: den Bestand zur Sicherheit behalten und vielleicht sogar mit Inhalten füllen, damit er Ihnen einen echten Mehrwert bringt. Oder die höheren Gebühren für Berlin-Domains einfach in Kauf nehmen und später einen richtig guten Verkaufspreis erzielen.

Gute Berlin-Domains wie zum Beispiel Gattungsnamen oder dreistellige Abkürzungen werden bei den Domain-Verkaufsportalen hoch gehandelt. Der Wert von „meister.berlin“ wird zum Beispiel mit über 3000 EUR bewertet, die Domain „phc.berlin“ kann Preise von mehr als 1.500 EUR erzielen. Allerdings verhält es sich mit dem Domainhandel ähnlich wie auf dem Aktienmarkt. Man braucht ein wenig Geduld und viel Zeit, um den richtigen Käufer zu finden und einen guten Preis zu erzielen. Wir empfehlen hier auch einen Blick auf „Parkhaus im Domain Hotel“ zu werfen. Denn dort können Sie das eine oder andere Schnäppchen machen. Oder Sie können sich beraten lassen, was Sie mit Ihren Domains anstellen sollten.

Ein Rechenexempel: Wechseln oder bleiben?

Wir beobachten derzeit zwei gegenläufige Entwicklungen. Während die einen Domaininhaber die angekündigte Preiserhöhung zum Anlass nehmen, ihr Portfolio zu bereinigen und Domains zurückgeben, nutzen viele Anbieter die Gelegenheit, noch einmal tüchtig abzusahnen. Indem sie befristete Sonderangebote bewerben, locken sie die Kunden in eine längere Vertragslaufzeit von zwei Jahren. Doch achten Sie darauf, dass Sie nicht in eine Kostenfalle treten. Denn die Anbieter weisen in ihrer Werbung zwar Monatspreise aus, berechnen aber wie alle anderen auch 12 Monate im Voraus, und zwar ohne Rückerstattungsansprüche bei vorzeitigem Wechsel.

Mit diesem Werbetrick verstecken Domain-Discounter eine dramatische Preiserhöhung in den Monaten 13 bis 24. Das mag immer noch billiger sein als beim Business Provider, doch wir halten derart langfristige Vertragsbindungen bei Domains für unfair gegenüber dem Kunden, weil sich die Interessen des Anwenders innerhalb von zwei Jahren einfach zu schnell verändern können. Deshalb empfehlen wir Ihnen, vorsichtig zu sein und den Anbieterwechsel gut zu durchdenken.

Neue Gebühren für Berlin-Domains bei BB-ONE.net

Auch die BB-ONE.net muss leider ihre Preise für die BERLIN-Pakete anheben. Für die „Early Birds“ wird die Gebühr von 40 EUR auf  45 EUR zzgl MWSt. angehoben. Alle anderen Domain-Inhaber zahlen eine Jahresgebühr von 54 EUR zzgl. MWSt. Kunden, die mehr als 5 Berlin-Domains besitzen erhalten den gleichen Rabatt wie die „Early Birds“. Und wer sich bis zum 15. März 2017 für ein Upgrade auf eines der Berlin-Pakete mit Mail und/oder Website entscheidet, bekommt diesen Service noch für den alten Preis.