Open Source – was heisst das?

Open Source Software: quelloffen, und ohne Hintertüren
Open Source Software: quelloffen, und ohne Hintertüren

Open Source

Auch der Begriff Open Source ist seit Jahren in unzähligen Interpretationen, meist in falschen, in vieler Munde. Die Diskussion über pro und contra wird meist ideologisch verbrämt und begründet auf einer ausreichenden Grundlage von Halbwissen.

Was heisst Open Source?

Open Source bedeutet zunächst einmal quelloffen. Das bedeutet, dass eine eingesetzte Software nicht verhindert, dass ein Dritter ihre Funktionalität analysiert. Vielmehr wird Open Source Software stets mit offenem Quellcode geliefert. Jeder fachkundige Dritte kann nun feststellen, was die Softwrae wirklich tut und was nicht.

Dies sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Von meinem Frühstücksbrötchen verlange ich auch über die Angabe der Inhaltsstoffe, über die Ingredenzien informiert zu werden. Warum sollte dies, noch dazu bei unternehmenskritischer Software anders sein?

Open Source bedeutet nicht zwangsläufig kostenfrei, obwohl dies häufig so ist. Jedenfalls, was den Erwerb der Software betrifft.

Definition

Die eigentliche Definition zu Open Source stammt inhaltlich zu einem grossen Teil von Bruce Perens, einem ehemaligen Maintainer von Debian GNU/Linux. Er definierte nach einer längeren Diskussion den Begriff „Freie Software“. Aus ihr ging dann zwei Jahre später, nämlich 1999 die Definition für Open Source Software hervor. Eric Raymond registrierte für SPI ein Certification Mark (eine Art Trademark und Gütesiegel) für den Begriff „Open Source“.

Die Open Source Initiative vergibt dieses Gütesiegel. Bisher hat sie dies mehr als zwei Dutzend mal getan in Bezug auf ein Lizenzmodell.

Open Source ist also KEIN Lizenzmodell, wie es häufig fälschlicherweise behauptet wird. Open Source Software ist also auch NICHT kostenfrei.

Die von der OSI zertifizierten Lizenzmodelle sind einzusehen unter

http://www.opensource.org/licenses/