Ein persönliches Statement zum Schluss

Früher kritisierten wir die Professoren und ihren Wissensstand, weil wir die Praxistauglichkeit der Lehre bezweifelten. Wenn ein „Pädagogik-Prof“ also heute mit dem medialen Wissenstand von gestern lehrt, dann bedeutet das für die zukünftigen Lehrer an den allgemeinbildenden Schulen, dass sie hier mit untauglichem Wissen entlassen werden. Und die erfahrenen Pädagogen sind hier gleichfalls keine Hilfe. Denn auch sie finden wenig Unterstützung in Sachen medialer Weiterbildung. Es sei denn, sie ließen sich von ihren Schülern „belehren“. Doch diese besitzen ebenfalls nur Bruchteilwissen, wenn sie keine ausgemachten „Nerds“ sind.

Scheitern vorprogrammiert?

Arbeit, Beruf, Beschäftigung, Gewerbe sind laut aktuellem Duden Synonyme für Profession. So kann man also sagen: Professionalität hat etwas mit der Beherrschung der ausgeübten Tätigkeit zu tun. Und Medienkompetenz beschreibt dann also den Grad der Professionalität im Umgang mit dem zentralen Kommunikationsmedium von heute, mit einiger Wahrscheinlichkeit auch von morgen. Da bleibt nur zu sagen: Gute Nacht!

Wo bleibt das Positive?

Nein, mit so dunklen Farben will ich Sie nicht in das nächste Jahr entlassen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch in Zukunft jede Menge Ziele, berufliche wie persönliche geben wird, die Ihren, vielleicht unseren Einsatz lohnen. Allerdings müssen wir´s anpacken. Und da bin ich mir bei Ihnen sicher, dass ich mit den richtigen spreche. Sonst würden Sie diese Worte nicht bis zum Ende gelesen haben.

Und wie wollen wir uns im nächsten Jahr begrüßen?

Noch ein Wort zu neuzeitlichen Begrüssungen. Sie zu boxen oder Ihnen gegen den Fuss zu treten, ist mein Ding nicht. Mein Vorschlag ist: Lächeln wir uns freundlich zu, verneigen uns leicht und sagen „Schön, Sie zu sehen“. Das funktioniert auch mit jedem gewünschten oder notwendigen Abstand. Vielleicht verbessert das ja auch das Klima.