WebDAV und die Datencloud DropIn (Serie: Praxis Datencloud)

Die Datencloud DropIn über WebDAV mit WindowsExplorer verbinden

In „Schlüssel statt Passwort“ und „Datei-Übertragungsverfahren im Überblick“ stellten wir Ihnen bereits die verschiedenen Möglichkeiten vor, wie Sie Dateien und Dateiverzeichnisse zwischen lokalen Rechnern und Datencloud Services sicher hin- und her schicken oder sogar online bearbeiten können. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen an der DropIn Cloudlösung in vier praktischen Schritten, wie Sie Ihre Daten über WebDAV mit dem Windows Explorer lokal verbinden. Denn so schöpfen Sie den gesamten Komfort aus, den Ihnen die Konstellation „Cloudservices und lokale Anwendungen“ bietet, ohne Sicherheitslücken befürchten zu müssen.

WebDav Funktion in der DropIn Datencloud einrichten

Schritt 1: WebDAV in der DropIn Datencloud aktivieren.

Schritt 1: Verbindung in der Datencloud vorbereiten

Hierzu rufen Sie als erstes in Ihrem Browser (Chrome, Firefox, Safari, Opera, Interet Explorer …) die DropIn Datencloud auf und melden sich an. Danach klicken Sie auf „Einstellungen“, markieren den angezeigten Verzeichnis-Eintrag und kopieren ihn. Am besten mit der Tastenkombination STRG+C (oder rechte Maustaste, Menü „Kopieren“).

Praxistipp

Natürlich funktioniert dieses Prinzip auch bei anderen Datenclouds. In diesem Fall müssen Sie lediglich herausfinden, wo die Einstellungen für WebDAV hinterlegt sind und den Hilfestellungen Ihres verwendeten Systems folgen.

Ab den folgenden Schritten geht alles identisch weiter.

DropIn Verzeichnis als Netzwerklaufwerk in den Windows Explorer einbetten

Schritt 2: Netzwerk im Windows Explorer einrichten.

Schritt 2: Netzwerkverbindung im Windows Explorer einrichten

Als nächstes wechseln Sie in den Windows Explorer, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Verzeichniseintrag „Netzwerklaufwerke“. Übernehmen Sie die vom System vorgeschlagenen Einstellungen und Werte.

Verbindungsdaten einrichten
Schritt 3: Netzwerkadresse bzw. WebDAV-URL einfügen.

Schritt 3: Netzwerkadresse bzw. WebDAV-URL einfügen.

Erfahrungsgemäß ist die richtige Adresse (URL) des Dropin-/WebDAV-Verzeichnisses schon korrekt eingetragen. Falls nicht, klicken Sie einfach in die Zeile für den Ordner und fügen die vorher kopierte URL über die Tastenkombination „STRG+V“ (oder die rechte Maustaste Menü „Einfügen“) ein. Klicken Sie auf den Schalter „Fertig stellen“.

Verbindung zum Datencloudserver erfordert Zugangsdaten zur Datencloud
Schritt 4: Zugangsdaten zur Datencloud eingeben.

Schritt 4: Autorisierte Verbindung herstellen

Danach erhalten Sie eine Statusmeldung, welche Ihnen signalisiert, dass die Netzwerkverbindung hergestellt werden soll und werden nach den Zugangsdaten zur Datencloud gefragt. Geben Sie diese ein und bestätigen Sie die Eingabe („OK“).

Praxistipp

Ob Sie das Häkchen bei „Anmeldedaten speichern“ setzen, hängt von Ihrem persönlichen Sicherheitsempfinden ab. Wenn nur Sie selbst den lokalen Rechner verwenden und dieser vor fremden Zugriffen geschützt ist, können Sie Ihrer Bequemlichkeit nachgeben. Andernfalls raten wir davon ab. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher und aktivieren Sie nur dann das WebDAV-Verzeichnis, wenn Sie auch tatsächlich mit der Datencloud arbeiten wollen.

DatenCloud DropIn über WebDAV mit Windows Explorer verbunden
Ergebnis: Alles richtig gemacht!

Ergebnis

Wenn Sie alles richtig gemacht haben, erscheint das WebDAV-Verzeichnis in Ihrem Windows Explorer als eigenes, lokales Laufwerk und lässt sich wie eine ganz normale Festplatte bedienen. Die angezeigten Verzeichnisse dürften Ihnen bekannt vorkommen, denn es sind gleichen wie in der Datencloud.

Welche Vorteile hat WebDAV?

Sobald die Daten in der Cloud über ein lokales Verzeichnis in Ihrer vertrauten Arbeitsumgebung zugänglich sind, können diese auch mit Ihren lokal installierten Softwareprogrammen bearbeitet werden. Somit sind Sie unabhängig von weiteren Webanwendungen oder von integrierten Lösungen der Cloudanwendung.

Desweiteren bleibt Ihnen der manuelle Abgleich zwischen Ihren lokalen Daten und denen in der Cloud erspart. Schließlich erfolgt dieser über WebDAV automatisch. Doch Vorsicht! Alles, was Sie in diesem lokalen Verzeichnis ändern, wird auch auf der Datencloud entsprechend aktualisiert und umgekehrt. Eine regelmäßige Datensicherung wie das Active Backup reduziert das Risiko ungewollter Datenverluste.

Ferner brauchen Sie hochzuladene Dateien nur noch im Windows Explorer ins WebDAV-Verzeichnis zu schieben (bzw. kopieren), denn auch hier greift derselbe Automatismus. Somit entfallen auch die leidigen Upload-Prozeduren der Datencloud.

Auf diese Weise wird das kollektive Arbeiten zwischen Ihnen und Ihren Kollegen/Mitarbeitern deutlich erleichert und beschleunigt, ohne dass Sie Sicherheitslücken befürchten müssen. Denn WebDAV berücksichtigt das Rechtemanagement in der Datencloud und überträgt zudem alle Informationen verschlüsselt.

Die eigentliche Herausforderung besteht eigentlich „nur“ darin, Sie sich selbst oder Ihr Arbeitsteam so zu organisieren, dass nicht versehentlich Dateien geändert oder entfernt werden, die Bestand haben sollen. Aber dies ist ohnehin immer enpfehlenswert, wenn Sie eine Datencloud als zentrale Dateiablage nutzen wollen.