Best Practice: Passende WordPress Plugins richtig auswählen

WordPress-Plugins

Für jeden speziellen Anwendungsfall stehen garantiert mehrere passende WordPress Plugins zur Auswahl. Wenn Sie Pech haben, sogar mehrere hundert. Aber welches ist das richtige für Ihren speziellen Fall?

Manche Kurzbeschreibungen klingen vielversprechend, doch sehr oft sind sie auch irreführend. Das liegt meistens an fehlenden oder falschen Übersetzungen. Selbst wenn das geklärt ist, dann steht immer noch nicht fest, ob das ausgewählte Plugin mit Ihrem Theme harmoniert. Und dann ist da noch die Problematik der (nicht)kompatiblen PHP-Versionen: Sie installieren ein Plugin, und plötzlich ist die Webseite irgendwie weg. Wenn Sie keine Zeit ewigen Suchen und Ausprobieren vergeuden wollen, dann müssen Sie einen anderen Weg gehen, um die passenden WordPress Plugins zu finden.

Tatsächlich gibt es ein paar Kriterien, Tricks und Kniffe. Diese zeigen wir an einem konkreten und gar nicht so seltenen Praxisbeispiel. Dabei legen wir unseren Entscheidungsprozess offen. Damit erhalten Sie das grundsätzliche Know how, mit dem Sie IHRE geeigneten WordPress Plugins finden und einsetzen. Aber einen Zahn müssen wir Ihnen gleich ziehen: das Suchen und Ausprobieren können Sie sich nicht grundsätzlich ersparen. Denn jede Website und jede WordPress Installation ist individuell. Und hier den „Sechser im WordPress Plugin Lotto“ zu finden kostet immer mehr Zeit, als Sie sich vorgenommen haben. Egal wie viele nützliche Tipps Sie beherzigen.

Grundsätzliche Auswahlkriterien für passende WordPress Plugins

Wie so oft in diesen Fällen erläutern wir den Auswahlvorgang an einem Praxisbeispiel. Sollten Sie selbst regelmäßig WordPress-Webseiten „bauen“, dann kennen Sie vielleicht die eine oder andere Methode. In diesem Fall fühlen Sie sich einfach bestätigt, alles richtig zu machen. Für alle anderen kommen jetzt die hoffentlich hilfreichen Tipps.

Wenn Sie nach einem passenden Plugin für Ihre WordPress-Installation suchen, dann müssen Sie folgende Informationen parat haben:

  1. Mit welcher PHP Version arbeiten Sie auf Ihrem WordPress Server?
    Die Aktualisierung von WordPress CMS, Themes und Plugins ist mit viel Aufwand verbunden.  Einerseits für die Open Source Entwickler, die das quasi als Hobby betreiben. Andererseits auch für Ihre Agentur und den Webserver-Betreiber Ihrer WordPress Instanz. PHP-Pflege ist ein arbeitsaufwendiges und sensibles Thema. Daher kann es sein, dass Ihr Plugin Favorit nicht zu den bestehenden Rahmenbedingungen passt.
  2. Welches ist Ihre WordPress-Version?
    Die aktuelle Version (Stand 25.01.22) ist 5.8.3. Aber wie bereits unter 2. beschrieben, pflegen viele ihre WordPress Installation aus genannten Gründen häufig nur sporadisch. Genauso schnell veralten auch Plugins, so dass dies nicht zueinander passt.
  3. Brauchen Sie eventuell Support?
    Dann sollte es zu dem meist kostenlosen „Lite“ Plugin auch eine „Pro“ kostenpflichtige Version geben. Hier gibt es verschiedene Lizenzmodelle. Erfahrungsmäßig reicht eine Viertel-, Halb- oder Ganzjahreslizenz zur Ersteinrichtung. Diese kosten in der Regel nur ein paar EURO.

Die Suche nach dem richtigen Plugin

Zum besseren Verständnis haben wir uns ein Beispiel aus einem aktuellen Projekt ausgesucht. Die Anforderung lautet: wir brauchen einen Lageplan, auf dem mehrere Orte gezielt markiert werden sollen. Wegen der Datenschutzproblematik sollte dieses WordPress Plugin NICHT auf Google Maps basieren. Alles steht und fällt mit dem richtigen Suchbegriff. Und das ist nicht ganz so einfach wie gedacht. Denn unsere Vorstellung einer möglichen Plugin-Bezeichnung weicht nämlich oft von den offiziellen Fachbegriffen ab.