Cyberangriff auf Telekom-Kunden

Cyberangriff auf Telekom Kunden - eine weitere Warnung vor Cyber-Attacken

Eigentlich grenzt es an ein Wunder, dass der jüngste Cyberangriff erst jetzt in dieser Größenordnung passierte. Und dass er für die Telekom-Kunden so glimpflich ablief, ist ebenfalls kaum zu glauben. Denn es war glücklicher Weise nicht der befürchtete Angriff finsterer Mächte auf die Telekom als wichtigster deutscher Infrastruktur-Betreiber. Stattdessen waren schlecht gesicherte Router Ziel der Attacke, um diese für kriminelle Zwecke zu missbrauchen.

Mit einem blauen Auge davongekommen

Es hätte tatsächlich schlimmer kommen können. Denn die Cyperattacke auf die Telekom-Kundenrouter war schlampig programmiert. Durch einen Softwarefehler hängten sich die Router einfach auf und sperrten dadurch den Internetverkehr. Wäre der Angriff erfolgreich verlaufen, hätten die Nutzer zunächst nichts bemerkt. Ihre Hardware wäre ohne ihr Wissen für Spam, Spyware oder DDOS-Attacken mißbraucht worden. Soweit ist es also nicht gekommen. Und die Schadensbehebung bestand lediglich darin, sich durch einen Neustart des Routers ein Update vom Anbieter zu holen. Glück gehabt.

Kein Grund zum Aufatmen

Und schon gar kein Grund zur Schadenfreude. Denn es waren nicht nur Telekom-Kunden betroffen. Und es war auch nicht die alleinige Schuld der Telekom, welche die Warnungen über eine Sicherheitslücke im Wartungszugang der Router W 723V Typ B und W 921V nicht Ernst nahm. Fritzbox-Nutzern und allen anderen, die einfach die Standard-Einrichtung des Router-Herstellers übernehmen, kann und wird dasselbe passieren.

Dieser Cyberangriff war, wie wir bereits berichteten, nicht der erste dieser Größenordnung. Und es wird nicht der letzte sein. Denn die Attacken auf die Achillesferse unserer Informationsgesellschaft werden in dem Ausmaß zunehmen, wie das Internet in immer mehr Anwendungsbereichen die technische Grundlage bildet. Wir werden diese Angriffe nicht verhinden können, doch wir können sie mit gezielten Maßnahmen erschweren. Und wir können die Auswirkungen eindämmen.

Wie können Sie den Cyberangriff erschweren?

Zunächst einmal ändern Sie die Zugangsdaten Ihres Internet-Routers. Dazu gehören der Administrator-Name und das Passwort. Deaktivieren Sie den Standard Remote-Zugriff des Routers für die Fernwartung. Dieser wird nur gebraucht, wenn es Störungen gibt, die Ihr Anbieter beheben muss. Setzen Sie ein IP-Gateway oder eine Firewall zwischen Ihren Internetanschluss und das interne Netzwerk. Damit sind Sie bereits gut abgesichert.

Weiterführende Hinweise

Sehr zeitnah hat die Internetwirtschaft auf die jüngsten Ereignisse reagiert und stellt interessierten Internetnutzern eine Serviceplattform zur Verfügung. Auf www.botfrei.de finden Sie nützliche Werkzeuge und weitere Hinweise, wie Sie sich gegen Malware und ähnliche Internet-Schädlinge schützen können.

Nichts für schwache Nerven, doch falls Sie mal sehen wollen, wo gerade insbesondere DDoS-Attacken gegen wen gefahren werden, dann haben Sie hier Live-Monitore:

Und selbstverständlich stehen auch wir Ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung. Schreiben Sie uns.