Website Relaunches mit Murphys Gesetz

Wäre da nicht Murphys Ur-Gesetz, dann wäre sicherlich auch alles gut gegangen. Wir zeigen hier jeweils den Weg, der eingeschlagen wurde und zur Katastrophe führte, obwohl es eine bessere Option gegeben hätte. Sie werden von selbst darauf kommen, wie sie ausgesehen hätte. Falls nicht, gibt es zum Schluss eine Positiv-Liste.

Murphy 1: Auf Vorbereitung, Planung, Absprachen und Kontrollen verzichten

Niemand störte sich daran, dass kein schriftlich vereinbartes Leistungsverzeichnis oder Pflichtenheft für die neue WebSite mit den gewünschten und notwendigen Funktionen vorlag. Den Beteiligten genügte der Fertigstellungstermin für den Relaunch, und dieser war allen bewusst. Nachdem die Agentur den Design-Entwurf ablieferte, der Softwarefirma Umsetzungsempfehlungen gab und sich dann aus dem Umsetzungsprozess heraus zog, hatten die Software-Entwickler anschließend freie Hand. Sie entschieden – ohne irgendeine Rücksprache – wie das Projekt zu realisieren sei. Eine fachliche Kontrolle durch den Auftraggeber fand daher auch nicht statt, Hauptsache der Relaunch-Termin blieb unangetastet.

Murphy 2: Handwerkliche Fehler in der CMS-Eigenentwicklung festigen.

Als der Termin für den Neustart näher rückte, bekamen wir, die BB-ONE.net, den ersten Kontakt zur Softwarefirma hergestellt. Alles, was wir wussten, war, dass es sich beim Content Management System der neuen Website um einen Eigenbau des Softwareanbieters handelte. Das ist erst einmal nicht grundsätzlich verkehrt, vorausgesetzt die selbst entwickelte Software hält die besonderen Anforderungen an ein professionelles CMS ein. Manches kam uns zwar „ungewöhnlich“ vor, aber wir hatten keinen Auftrag zur Beratung oder zum Eingreifen, was uns allerdings nicht davon abhielt, mal einen genaueren Blick auf die Software zu werfen.